Es gibt insgesamt ca. 400 verschiedene Sorten
von Aloe-Pflanzen. Die Echte Aloe (Aloe vera Linné =
botanischer Name, Synonym = Aloe barbadensis) gehört zu
den 3 Sorten, die zur inneren und äusseren Anwendung verwendet
werden können. Sie ist nicht zu verwechseln mit "Agaven"
oder gar als "Kaktus" einzustufen, sie ist ein Liliengewächs
und gehört zur Knoblauchfamilie.
Daher auch dieser etwas knoblauchartige Geschmack.
Vorkommen
Wild wachsende Aloe-Arten sind durch das Washingtoner
Artenschutzabkommen vom 3. März 1973 geschützt - ausgenommen
davon sind Pflanzenprodukte, die von außerhalb ihres natürlichen
Verbreitungsgebietes eingebürgerten oder von künstlich
vermehrten Aloen stammen. Angebaut wird die Aloe vera neben
Afrika auf Plantagen in Texas, Florida und Mexiko, auf den Kanaren,
den niederländischen Antillen, in den Küstengebieten
von Venezuela und seit Kurzem auch auf einer großen Plantage
in Colonche, Ecuador. Auf den kanarischen Inseln haben sie ebenso
ihren Platz. Von dort werden sie in viele Länder geschickt,
u.a. auch nach Deutschland.
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Kulturgeschichte der Aloe
Vera
Schon in der Bibel wird Aloe erwähnt (•
4.Mose 24,6; Ps 45,9; Spr 7,17). Zu dieser Zeit wurde Aloe als Räucherwerk,
also Parfüm (Hol. 4, 14) und als Zusatz bei Leichenbalsamierungen
verwendet (Joh. 19, 39). Als Phönix sind folgende Geschichten
mit dem Namen Aloe (Alloê) verbunden: Es wird erzählt,
dass Jesu vor der Grablegung Auferstehung mit 40 kg Aloe einbalsamiert
wurde. Analog hierzu war Aloe auch der Name einer der drei am Grabe
wachenden sogenannten »Frauen im Segen«. Die Verbindung
der Ausdrücke untereinander wie auch zu der Pflanze bleibt
unklar, zumal die orientalische Assoziation von Zauberkraft völlig
weggebrochen scheint. (vgl. HdA). Im 10. Jahrhundert empfahl der
Patriarch von Jerusalem Alfred dem Großen von England die
Aloe-Pflanze als Heilmittel, zumal man wusste, dass sie sehr schmerzlindernde
Wirkung hat.
Bereits Alexander der Grosse ließ Verletzungen
der Soldaten mit dem Saft der Aloe vera behandeln. Nofretete und
Cleopatra verwendeten eine Aloe-Paste zur Haut- und Schönheitspflege.
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